Wann die Vorsaison wirklich beginnt — und warum viele Hotels zu spät starten

Nicht der Kalender entscheidet über den Start der Vorsaison-Kommunikation, sondern die Buchungsgewohnheiten Ihrer Stammgäste.

Hotelterrasse im Frühlicht — Vorsaison-Stimmung

Viele Häuser schalten die erste Frühjahrskampagne erst, wenn der Schnee schmilzt. Dabei haben Stammgäste oft schon im Januar entschieden, wohin sie im April fahren. Wer erst im März beginnt, spricht vor allem noch unentschlossene Kurzentschlossene an — und konkurriert mit Rabatten.

Prüfen Sie Ihre Buchungsdaten der letzten drei Jahre: In welcher Kalenderwoche steigen Anfragen für den April und Mai? Legen Sie den Kommunikationsstart zwei bis drei Wochen davor. Das betrifft Newsletter, Partnermails an Wandervereine und aktualisierte Website-Motive — nicht nur bezahlte Anzeigen.

Ein Hotel in Oberfranken hat den Start seines Frühjahrsnewsletters von Mitte März auf Ende Januar vorgezogen. Die Öffnungsrate blieb ähnlich, die Anfragen für Aprilwochenenden stiegen spürbar, weil Stammgäste früher planeten. Die Hauptsaison-Botschaft blieb unangetastet; verändert wurde nur der Zeitpunkt der Vorsaison-Ansprache.

Saisonstrategie heißt hier: Zeitfenster ernst nehmen, statt nur Motive zu wechseln. Wer erst im Frühling über Frühling spricht, erzählt Gästen etwas, das sie bereits entschieden haben.

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